Altbausanierung

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Altbausanierung - Runderneuert in die Zukunft

 

Beratung vor dem Altbaukauf: www.der-Hausinspektor.de

Modernisierungsbedarf besteht bei den meisten Altbauten. Kein Bauteil hält ewig und bei Altbauten, in die der Vorbesitzer aus Bequemlichkeit oder Geldmangel kaum investiert hat, kann sich ein erheblicher Sanierungsstau gebildet haben. Die klassischen Renovierungsarbeiten wie Erneuerung der Wandfarbe und der Bodenbeläge stehen in der Regel immer an. Bei anderen Bereichen kommt es darauf an, wie lange die letzte Sanierung zurückliegt.

Abdichtungen im Bad- und Küchenbereich, Schalter, Steckdosen und elektrische Boiler müssen alle zehn bis zwanzig Jahre erneuert werden. Die meisten Heizkessel und Rollläden sind nach zwanzig bis dreißig Jahren fällig. Sanitärgegenstände und Armaturen überdauern dreißig bis vierzig Jahre. Nach vierzig bis fünfzig Jahren sind Außentüren und Fenster fällig, auch Estrich und Betondachsteine müssen in der Regel ausgetauscht werden. Nach fünfzig bis sechzig Jahren ist die Sanitärinstallation an der Reihe: Wasserleitungen, egal ob aus Blei oder Kupfer haben sich nun in der Regel so zugesetzt, dass der Durchfluss spürbar vermindert und die Gefahr von Leitungsschäden sehr hoch ist. Sie müssen ebenso ausgetauscht werden, wie eventuell vorhandene Gasleitungen. Auch der Außenputz sollte spätestens jetzt erneuert werden. Nach siebzig bis hundert Jahren wird es dann in der Regel richtig kostenintensiv. Eine Umfassende Erneuerung von Dachstuhl und Dacheindeckung ist nun meist unumgänglich, Holzdecken und Mauerwerk müssen überprüft werden. Sind noch alte Leitungen vorhanden, müssen sie komplett ausgetauscht werden.

Anstehende Modernisierungen bieten auch immer die Chance, das Gebäude zu verbessern und damit seinen Wert zu erhalten oder sogar zu steigern. Neben dem Erhalt der Substanz rückt dabei auch immer mehr die Energieeffizienz eines Gebäudes in den Vordergrund. Bei Neubauten gelten bereits strenge Vorschriften, was die Energieeffizienz angeht und auch Bestandsbauten sollen nach und nach auf einen energetisch besseren Standard gebracht werden. So sieht es die Energieeinsparverordnung (EnEV) vor und so macht es bei steigenden Preisen für Strom, Öl und Gas auch für den Altbaubesitzer Sinn.

Beim Kauf eines Altbaus ist zunächst wichtig zu wissen, dass die EnEV 2009 fordert, dass bis 2011 die obersten begehbaren Geschossdecken gedämmt werden. Alternativ kann auch das Dach gedämmt werden. Hiervon befreit sind nur Hausbesitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern die bereits vor dem 1.2.2002 in der Immobilie gewohnt haben. Kaufen Sie einen Altbau mit ungedämmter oberster Geschossdecke, müssen Sie diese innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf dämmen.

Ansonsten sollten Sie sich vor einer Modernisierung erst einmal ein Gesamtkonzept erstellen lassen. Ein Architekt mit Erfahrung im Bereich der Altbausanierung kann Sie hierzu umfassend beraten und kennt auch die genauen Anforderungen der Energieeinsparverordnung sowie die vielfältigen Fördermöglichkeiten. Wichtig ist, dass eine Altbausanierung nicht Stückwerk bleibt. Ein Austausch der Fenster ohne gleichzeitig eine umfassende Fassadensanierung vorzunehmen, ist nicht nur wirtschaftlich nicht sinnvoll, es kann auch zu einer problematischen Veränderung des Raumklimas führen.

Dabei steht für den Altbaubesitzer meist die energetische Verbesserung nicht an erster Stelle. Es geht vielmehr um ganz konkrete Probleme und Wünsche. Das Dach ist undicht, der Heizkessel ist durchgerostet oder im Keller soll zukünftig ein Büroraum eingerichtet werden. Wenn aber ohnehin Sanierungsbedarf besteht, macht es Sinn, gleich so energetisch günstig wie möglich zu modernisieren - von den gesetzlichen Forderungen einmal ganz abgesehen.

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